Endlich wieder Fußball! Endlich wieder Derby! Endlich wieder ein Stück weit Normalität! Einen in vielerlei Hinsicht besonderen Abend haben die Alten Herren des SV St. Tönis am gestrigen Montag erlebt. Nach einer 338 Tage währenden, Corona-bedingten Pause haben die Gelb-Schwarzen endlich mal wieder ein „richtiges“ Fußballspiel bestreiten dürfen. Und nicht nur das: Aufgrund einer starken Mannschaftsleistung wurde Ortsrivale Teutonia St. Tönis am Ende völlig verdient mit 4:1 besiegt.

Dabei kam der SV überhaupt nicht gut in die Partie und geriet nach fünf Minuten durch ein durchaus zu verteidigendes Gegentor in Rückstand. Doch die Mannschaft schüttelte sich nur kurz und hätte um ein Haar direkt im Gegenzug den Ausgleich erzielt – doch nach einer feinen Einzelleistung traf der starke Aleco Antoniadis nur den Pfosten. Doch mit zunehmender Dauer agierte der SV immer cleverer und ruhiger. Thomas Wolf stocherte den Ball in der 14. Minute zum Ausgleich in die Maschen, neun Minuten später brachte „Bomber“ Peter Schrade die Seinen in Front, nachdem er einen kapitalen Teutonen-Querpass vor dem eigenen Tor erahnte und eiskalt einnetzte.

Plötzlich häuften sich die Chancen für den SV: Nach einem wegen Abseits nicht gegebenen Treffer von Kai Petrick und einem leicht missglückten Heber von Schrade kratzte Mirko Klücken den Ball nach einer halben Stunde in bester Ausputzer-Manier von der Linie. Eine Schlüsselszene, denn im direkten Gegenzug bediente Antoniadis über rechts den blendend aufgelegten Wolf, der den Ball zum 3:1 über die Linie drücken konnte.

In der zweiten Spielhälfte zog sich der SV spürbar zurück und verlegte sich auf die Verteidigung des eigenen Tores und einige wenige Entlastungsangriffe. Als mit Bernd Loschelders Mitte der zweiten Hälfte ein weiteres Mal ein Spieler auf der Linie klären konnte, wurde immer deutlicher, wer Derbysieger 2021 sein wird. Quasi mit dem Schlusspfiff eroberte Thomas Wolf den Ball in der eigenen Hälfte, überrannte seine Gegenspieler und traf mit seinem dritten Tor an diesem Abend souverän zum 4:1-Endstand.

Dass das ganze vor mehr als 100 Zuschauern stattfand, war für die Alten Herren eine ungewohnte und tolle Kulisse – auch wenn man natürlich weiß, dass der Mann des Abends ein anderer war: SV-Vereinsmitglied Herbert Küppers, unglaubliche 86 Jahre alt und seit unfassbaren 65 Jahren Schiedsrichter, beendete mit diesem Spiel seine Karriere an der Pfeife. Für die Alten Herren beider Teams war es eine absolute Ehrensache, mit einem fairen Spiel den Rahmen für dieses besondere Ereignis zu bilden. Die Alten Herren des SV verneigen sich vor Herbert Küppers und wünschen alles Gute für den hoch verdienten Ruhestand.

Liptow – Loschelders, Klücken, Hagedorn – Antoniadis, Blenkers, Rung, Ahl – Petrick, Wolf – Schrade. Eingewechselt: Holt.

Die Alten Herren des SV St. Tönis haben am zurückliegenden sommerlichen Samstag klar und deutlich 5:0 gegen Thomasstadt Kempen gewonnen. Bereits in der 5. Minute brachte Christoph Zrenner seine Farben 1:0 in Führung, nach einer knappen halben Stunde baute Peter Schrade das Ergebnis auf 2:0 aus. Das Spiel blieb einseitig, Youngster Simon Hagedorn schoss noch vor dem Seitenwechsel das 3:0. Nach dem Seitenwechsel ging es so weiter. Patrick Prill erzielte nach Querpass von Christian Blenkers in der 52. Minute das 4:0, und wer sonst als der Fußballgott himself sollte das 5:0 erzielen? Martin Winterberg war so frei und nutzte das Spielfeld – ganz Alt-Herren-untypisch – nicht in der Breite, sondern in seiner ganzen Länge und traf mit langem Anlauf und nach feinem Zusammenspiel mit Peter Schrade zum 5:0-Endstand. Es hätten am Ende auch ein paar Tore mehr sein dürfen, aber wir wollen mal nicht meckern.

Kohtes – Petrick – Klücken, C. Hagedorn – Liptow, Zrenner, Blenkers, Holt – S. Hagedorn (41. Radovanovic) – Prill, Schrade (41. Winterberg).

Für die Alten Herren des SV St. Tönis ist in dieser Saison im Kreispokal bereits im Viertelfinale Endstation. Die Schwarz-Gelben mussten sich am zurückliegenden Samstag gegen den starken SC Schiefbahn 0:2 geschlagen geben. Der SV zeigte vielleicht nicht sein bestes, aber ein engagiertes Spiel. Was sich leider durch das ganze Spiel zog, war die fehlende Durchschlagskraft im Angriff. Der Torwart der Gäste blieb ebenso wenig gefordert wie der Planwagen auf der Mannschaftsfahrt eine Woche zuvor. Das 0:1 fiel in der ersten Hälfte per Foulelfmeter, das entscheidende 0:2 20 Minuten vor Schluss durch einen direkt verwandelten Freistoß. Der SV versuchte es bis zum Schluss, aber es gelang dem Pokalsieger von 2016 zu selten, Zwingendes zu kreieren.

Spielverein: Petrick – Kleingrothe – Hagedorn, Rung (Marquardt) – Antoniadis, Schänzer, Blenkers, Holt – Ahl (Simon) – Buddewig, Liptow (Prill).

 

Die Alten Herren haben ihr Spiel am Montagabend gegen den SSV Grefrath auf dem satten Grün der heimischen Jahn-Sportanlage hinten raus souverän 4:1 gewonnen. Lange nicht gespielt, weit über 30 Grad Celsius auf dem Tacho – die Hausherren sind mit den durchaus komplizierten Bedingungen so gut umgegangen wie möglich. Schon früh ist der Spielverein durch Thomas Wolf 1:0 in Führung gegangen. Nach dem beinahe postwendenden Ausgleich der Grefrather sammelten sich die Spielvereiner in einem interessanten Spiel. Erst hatte Hendrik Ahl mit einem Freistoß an die Latte Pech, dann er und seine Mannschaftskameraden Glück, einen so guten Torwart zwischen den Pfosten zu haben: Kai Petrick konnte gleich dreimal in höchster Not retten. Fünf Minuten vor der Pause zeigte Patrick Prill ungeahnte Qualitäten und überraschte den Gästekeeper mit einem eleganten Heber zum 2:1. Im zweiten Abschnitt knüpfte Schwarz-Gelb an der guten Leistung der ersten Hälfte an und legte nach: Christian Blenkers in der 60. Minute mit einem „knallharten“ Schuss zum 3:1 und zehn Minuten später Michael Holt mit einem platzierten Schuss ins rechte untere Eck zum 4:1 machten den ersten Sieg im ersten Spiel nach der Corona-Pause perfekt. Ein verdienter Sieg gegen einen altbekannten Gegner, mit dem man sich nachher natürlich noch das gemeinsame Bier gegönnt hat.

Petrick – Pohl – Hagedorn, Rung – Antoniadis, Ahl, Blenkers, Buddewig – Zrenner – Liptow, Wolf. Eingewechselt: Holt, Kohtes, Prill.

Die Alten Herren des SV St. Tönis sind am gestrigen Samstag in die Freiluftsaison gestartet. Bei Preußen Krefeld hat die an diesem Tag von Manuel Kohtes betreute Mannschaft 3:3 gespielt. Auf der ungeliebten Asche ist der SV eigentlich gut ins Spiel gekommen, lag nach 20 Minuten aber 0:1 und nach einer halben Stunde 0:2 zurück. Dem zweiten Treffer ging wohl ein Handspiel voraus, was der Schiedsrichter aber nicht sehen konnte, weil es keinen Schiedsrichter gab. Dem erfahrenen Petar Radovanovic war es egal, der „Zehner“ lupfte kurz vor der Pause zum 1:2 ein („Der hat doch mal höher gespielt!“). Nach der Pause kippte das Spiel immer mehr zugunsten der Schwarz-Gelben, Peter Schrade konnte eine der vielen St. Töniser Chancen zum 2:2 nutzen. Erneut die Preussen, die nur mit zehn Mann angetreten waren, allerdings wegen der Chancengleichheit durch unseren Nobbi Bader verstärkt wurden, erzielten das 3:2. Das konnte der SV natürlich nicht auf sich sitzen lassen und schoss noch zumindest das 3:3. „Wir haben den Preussen eigentlich zwei Tore geschenkt – und zu viele Chancen ausgelassen“, zeigte sich Manuel Kohtes nachher mehr mit dem Spiel als mit dem Ergebnis zufrieden.

Aufstellung SV: Kohtes – Petrick – Schänzer, Holt – Liptow, Blenkers, Antoniadis – Ahl, Radovanovic – Schrade, Wolf.