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SV-Historie: Vor 50 Jahren: Als die „Bauernlümmels“ den Großen das Fürchten lehrten

Von Michael Lessenich, Erschienen im St. Töniser Heimatbrief Nr. 176 / Dezember 2016

Vor 50 Jahren wurden die A-Jugend-Fußballer des Spielverein St. Tönis sensationell Niederrheinmeister

Vielleicht war es am schönsten, als die Jungs vom ETB Schwarz-Weiß Essen kamen. Der Nachwuchs des stolzen Revierklubs, dessen Seniorenmannschaft damals in der zweithöchsten deutschen Klasse Fußball spielte, reiste mit einem echten Mannschaftsbus nach St. Tönis an. An der damaligen Sportanlage an der Anrather Straße angekommen, haben die Betreuer erst einmal die Massagebank aus dem Kofferraum geholt. Eine Massagebank! Die talentierten und klar favorisierten Nachwuchskicker gingen wie die Profis in Richtung Spielfeld, um die Beschaffenheit des Rasens zu prüfen und staunten nicht schlecht: Gepflegte Fußballplätze waren sie gewohnt, aber das hier war nicht mehr als eine Wiese mit zwei Toren. Und überhaupt: die behelfsmäßige Umkleidekabine in der Gaststätte Sportzentrale! Da waren die Essener Besseres gewohnt. Die St. Töniser haben sich das gerne grinsend angeschaut und wussten: Anderswo gibt es vielleicht bessere Bedingungen. Aber Fußballspielen können wir auch. Und wie! Die von Walter Hoff trainierte A-Jugend wurde in dieser verrückten Saison 1965/66 Kreismeister, Bezirksmeister – und am Ende sogar völlig sensationell Niederrheinmeister.

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Abgekämpft aber stolz und glücklich: die Jungs des Spielvereins sind neuer Niederrhein-Jugendmeister. Stehend von links nach rechts: Clemens Bongartz, Jürgen Klinkenberg, Richard Pardon, Klaus Sorgalla, Günter Evertz, Jupp Levels, Dieter Maldener, Hans Günter von de Fenn; kniend: Franz Hermann Jansen, Joachim Brocke, Rudi Höfkes, Willi Holl, Wilfried Focken; rechts: Jugend-Geschäftsführer Heinz Kleinelanghorst und „Fahrer“ Anton Levels; leider nicht dabei: Trainer Walter Hoff

 

Die Jugendarbeit beim SV St. Tönis war zu dieser Zeit herausragend und zählte zu den allerbesten im Fußballkreis, Kreismeisterschaften waren an der Tagesordnung. Personen wie Jugendtrainer Horst „Schade“ Leow“ oder Jugendgeschäftsführer Heinz Kleinelanghorst sorgten für Kontinuität. So gab es in St. Tönis immer mal wieder herausragende Jugend-Jahrgänge. Aber die A-Jugend der Saison 1965/66 toppte sie alle. „Wir hatten das Saison-ziel, Kreismeister zu werden“, erinnert sich der damalige Stürmer Josef („Jupp“) Levels heute. Dieses Zwischenziel war erreicht, als man die Gegner von Preussen Krefeld, Linn und Waldniel hinter sich lassen konnte. „Dann haben wir uns gesagt: Wir versuchen es mal, von Spiel zu Spiel“, so Levels.

Die Euphorie wuchs in St. Tönis immer mehr. Die Zeitungen berichteten regelmäßig, und die Mannschaft um den erst 28-jährigen Trainer Hoff und „Manager“ Heini Sorgalla sorgte schon im ersten Spiel um die Bezirksmeisterschaft für weitere Schlagzeilen: 2:3 stand es da zur Pause gegen den VfR Neuss. Doch die Spielvereiner drehten die Dinge in der zweiten Hälfte völ¬lig, überrollten den Gegner und gewannen 8:3. Richard Pardon war mit seinen sechs Treffern ohne Zweifel der Mann des Tages. Nach einem 2:2 gegen den Rather SV fand die entscheidende Partie auf dem Gladbacher Bökelberg gegen den Nachwuchs der großen Borussia statt, deren Seniorenmannschaft unter Hennes Weisweiler gerade in die Bundesliga aufgestiegen war. Und dass es nicht nur in Mönchengladbach, sondern auch in St. Tönis eine Fohlenelf gibt, bewies die Mannschaft im Borussenstadion und gewann ein knappes Spiel 2:1.

Längst waren die jungen Fußballer in St. Tönis Ortsgespräch, allmählich kannte man die Mannschaft um den gefürchteten Innensturm Jupp Levels, Richard Pardon und Hans Günter von de Fenn, die von den Außenstürmern Willi Holl und Klaus Sorgalla mit Flanken gefüttert wurden. „Wir waren ja auch alles echte St. Töniser“, erinnert sich Levels. „Na gut, zwei kamen aus Unterweiden und sind immer mit dem Fahrrad gekommen.“ Und dann kamen die Essener, die mit dem Mannschaftsbus, der Massagebank und drei Jugend-Nationalspielern. Die, die zuvor den großen MSV Duisburg aus dem Wettbewerb geworfen hatten, mussten im Krefelder Hinterland antreten. „Bauernlümmels“ wurden die St. Töniser von Gegnern wie ihnen genannt, den Namen St. Tönis konnte oder wollte sich kaum einer merken. Doch das war ihnen egal. „Wir waren stolz, für die A-Jugend des Spielvereins spielen zu dürfen“, so Levels. Und der Ort war stolz auf seine Fußballer, zum Spiel gegen Schwarz-Weiß Essen strömen 1.200 Zuschauer zum Sportplatz und „feierten die 17- bis 18-jährigen Burschen wie Stars“, wie die Westdeutsche Zeitung schrieb.

Nach dem Führungstor für die reichlich überheblich auftretenden Essener wendete sich plötzlich das Blatt: Die zu verspielten Essener lieferten sich den robusten und konditions-starken St. Tönisern „ans Messer“, so die WZ. Dreimal Levels, dreimal von der Fenn, dazu je ein Tor von Pardon und Sorgalla – 8:2 – die St. Töniser Torfabrik schoss den Gegner nach Strich und Faden ab. Die Belohnung war das Endspiel um die Niederrheinmeisterschaft eine Woche später in Büderich. Gut 1.500 St. Töniser haben sich mit dem Auto auf den Weg zum Sportplatz „Am Eisenbrand“ gemacht, um die Gelb-Schwarzen zu unterstützen. Und die sahen sich plötzlich in der Favoritenrolle und spürten erstmals Druck, schließlich hatte man es nach all den Siegen gegen die großen Klubs „nur“ mit dem VfL Benrath zu tun. Doch die Partie geriet zur Nervenschlacht: Nachdem die St. Töniser schon 3:0 geführt hatten, stand es plötzlich Unentschieden. Wenige Minuten vor dem Ende gab es Elfmeter für St. Tönis, und Levels, als Spieler der Westdeutschen Auswahl der vielleicht erfahrenste der Mannschaft, blieb cool und traf zum 4:3-Sieg. Danach kannte der Jubel keine Grenzen. Nach der Medaillenübergabe beim offiziellen Empfang des Verbandes ging es unter lautem Gehupe, angeführt vom VW-Bus von Levels´ Papa im Triumphzug durch die Innenstadt. Die St. Töniser stellten die beste A-Jugend zwischen Kleve und Dormagen, zwischen Kaldenkirchen und Bottrop!

Der SV durfte eine Woche später sogar um die Westdeutsche Meisterschaft spielen, jedoch musste man sich dem VfL Bochum am Ende unglücklich 1:2 geschlagen geben – vor sage und schreibe 3.000 Zuschauern, die in Fünfer- und Sechserreihen ums Stankett am Sportplatz an der Anrather Straße standen. Es war der Höhepunkt einer Mannschaft, die danach auseinander fiel: Einige spielten noch ein Jahr in der Jugend, andere wechselten in die Erste Mannschaft des Vereins, Levels und von der Fenn wechselten gar zu Fortuna Düsseldorf.

Doch sie alle verloren sich nie aus den Augen, zuletzt trafen sie sich anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Ereignisses im Sommer in der Baumschule des ehemaligen Torwarts Rudolf Höfkes in Unterweiden. Levels: „Wir sind auch nach Jahrzehnten noch eine Mannschaft.“

 

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Spielplan

Category ImageFreundschaftsspiel - D3 (Ausw)
Samstag, 21. Januar 2017
11:00 Uhr [D3] FC Lobberich / Dyck - SV 3
Category ImageFreundschaftsspiel - D2 (Ausw)
Samstag, 21. Januar 2017
12:30 Uhr [D2] Thomasstadt Kempen 4 - SV 2
Category ImageFreundschaftsspiel - A1 (Ausw)
Samstag, 21. Januar 2017
13:00 Uhr [A1] FC Traar 1 - SV 1
Category ImageFreundschaftsspiel - C1 (Ausw)
Samstag, 21. Januar 2017
13:00 Uhr [C1] Viktoria Anrath 1 - SV 1
Category ImageFreundschaftsspiel - B3 (Ausw)
Samstag, 21. Januar 2017
15:00 Uhr [B3] VfR Fischeln 2 - SV 3

Termine

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